Archiv 2008

 

 

Pressemitteilung

25.11.2008

Welttag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Monika Schulz: "Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Kavaliersdelikt."

Zum heutigen "Welttag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen" erklärt die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Monika Schulz:

"Die Konfrontation mit den verschiedensten Formen von Gewalt gehört für viele Frauen und Mädchen zur täglichen Realität. Diese Tatsache wird oft verharmlost oder geleugnet. Gewalt hat unterschiedliche Gesichter und nur die besonders schweren Fälle gelangen an die Öffentlichkeit. Das reale Ausmaß der Gewalt gegen Frauen ist nur schwer festzustellen. Die polizeilichen Statistiken erfassen lediglich die Fälle, die zur Anzeige gebracht werden. Expertinnen und Experten nehmen jedoch an, dass die Zahl der tatsächlich stattfindenden Gewaltdelikte um das zehn- bis zwanzigfache höher ist. 

In einer Studie zur "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" aus dem Jahr 2004 werden diese Schätzungen bestätigt: Zwei von fünf Frauen haben in ihrem Leben sexuelle oder körperliche Gewalt erlebt. Jede vierte Frau wird von ihrem Partner misshandelt. Bildung, Einkommen oder Schichtzugehörigkeit haben laut Studie keinen Einfluss auf Gewaltausübung.

Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung den "Aktionsplan II zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen" beschlossen. Es sollen rund 130 neue Maßnahmen umgesetzt werden, um Frauen wirkungsvoller vor Gewalt zu schützen. Der Landtag Brandenburg hat bereits im Juni 2001 eine Entschließung zur Verbesserung des Schutzes vor häuslicher Gewalt verabschiedet.

Am heutigen "Welttag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen" finden landesweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Jeder von uns sollte sich an Aktionen, die insbesondere von Frauenverbänden initiiert werden, beteiligen, um zu unterstreichen, wie wichtig dieses Thema ist. Jeder ist gefordert, Zivilcourage zu zeigen und nicht wegzuschauen, wenn in seiner Nachbarschaft einer Frau oder einem Mädchen Gewalt angetan wird."

 

 

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