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Presseinfo 05/2007

 

Elternzeit-Vorschlag von EU-Kommissar Spidla

 

Monika Schulz: "Verpflichtende Elternzeit für Väter löst die Probleme nicht. Bei Tarifverhandlungen müssen Männer und Frauen gleichberechtigt am Tisch sitzen."

Potsdam - Die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Monika Schulz, die auch Landesvorsitzende der Frauen Union Brandenburg ist, spricht sich gegen eine verpflichtende Elternzeit für Väter aus, wie sie von EU-Kommissar Vladimir Spidla ins Gespräch gebracht wurde, um damit das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen zu verringern. Stattdessen fordert sie bei künftigen Tarifverhandlungen eine paritätische Besetzung der Verhandlungsgremien mit Männern und Frauen. Sie erklärt dazu:

"Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen und die Debatte darum sind älter als die Elternzeit. Es nutzt deshalb wenig, nun die Väter per Gesetz zu verpflichten, zwangsweise Elternzeit zu nehmen, um damit die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen zu lösen. Mit seinem Vorschlag schießt EU-Kommissar Spidla weit über das Ziel hinaus.

An dieser Stelle sind die Tarifpartner gefragt. Die Lohnunterschiede sind auch das Ergebnis der Verhandlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Gewerkschaften sollten bei künftigen Tarifverhandlungen ein stärkeres Augenmerk darauf werfen, dass die Ergebnisse ohne Unterschied für Männer und Frauen gelten und Frauen bei gleicher Leistung auch die gleiche Lohneinstufung erhalten. Leider machen die Fernsehbilder aber immer wieder deutlich, dass Tarifverhandlungen offensichtlich Männersache sind. Nur selten sichtet man in den Reihen der Verhandlungspartner eine Frau.

Ich plädiere deshalb dafür, dass die Tarifpartner ihre Verhandlungsgremien künftig paritätisch mit Männern und Frauen besetzen. Nur wo Frauen an Verhandlungen teilnehmen, werden auch die Interessen der Frauen angemessen berücksichtigt."


FrauenUnionBrandenburg

20. Juli 2007

 

 

 

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