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Presse
| 02.12.2011, 01:03 Uhr |
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Ist die Frauenquote entbehrlich?
Hintergrund / Beispiele
Thyssen-Krupp will seinen Frauenanteil bei „leitenden außertariflichen Mitarbeitern“ von 7,6 % bis zum Jahr 2020 auf 15 % erhöhen, ebenso BMW, Volkswagen will auf 11 % steigern, Fresenius gab kein Ziel an.
Sanktionen bei Nichteinhaltung lt. Gesetzentwurf sollen ein Bußgeld von 25.000,-€ betragen – das ist ein Griff in die Portokasse
Ländervergleich
Norwegen verfügt seit November 2008 über eine 40 % Quote und ist mit 41 % Frauen in den höchsten Entscheidungsgremien bemerkenswert
Schweden und Finnland haben eine Frauen -Quote von 27 % bzw 20 %
In den vielen osteuropäischen Ländern, wie Litauen, Slowenien oder Lettland ist der Frauenanteil in Führungspositionen deutlich höher als in Deutschland.
Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU sieht die Angst vor dem Jobverlust der Frauen und eine oft zeitlich nicht ausgereifte Kinderbetreuung als bedeutender an, als die Motivation, durch gesetzliche Quoten den Frauenanteil in Unternehmen zu erhöhen. Anja Heinrich definiert Chancengleichheit damit, dass es gleiche Chancen für Frauen, wie für Männer geben müsse. „Keine Frau muss oder will heute noch beweisen, dass sie etwas kann, obwohl sie eine Frau ist. Diese Zeiten sind vorbei! Frauen machen ihren Job – und müssen sich an den Resultaten messen lassen, wie jeder Mann auch!“
„Die Gleichberechtigung muss zu einer Gleichstellung werden. Es gibt nach wie vor große Benachteiligungen für Frauen. Dass sie im Durschnitt 23% weniger verdienen als Männer an gleichen Positionen muss sich ändern!“
Die Landesvorsitzende führt aus, dass es in vielen Brandenburgischen Unternehmen eine selbsternannte Frauenquote gibt, in öffentlichen Verwaltungen wesentlich mehr Frauen als Männer arbeiten. Leitende Stellen sind jedoch eher von Männern besetzt.
Natürlich ist kein Gesetzt dazu in der Lage das Bewusstsein für eine Gleichberechtigung zu verordnen.
„Deutschland hatte 60 Jahre Zeit, eine Gleichberechtigung ohne gesetzliche Quote zu erreichen. Diese Hoffnung habe ich im Bereich der Konzerne aufgegeben. Es gibt viele hochqualifizierte Frauen, die keine Chance bekommen in den Großkonzernen eine Chefposition inne zu haben. Eine Quote in den Vorständen der Großkonzerne von 3,7% ist schlicht nicht hinnehmbar!“ so Anja Heinrich.
Hintergrund/Beispiele
Thyssen-Krupp will seinen Frauenanteil bei „leitenden außertariflichen Mitarbeitern“ von 7,6% bis zum Jahr 2020 auf 15% erhöhen, ebenso BMW, Volkswagen will auf 11% steigern, Fresenius gab kein Ziel an.
Sanktionen bei Nichteinhaltung laut Gesetzentwurf sollen ein Bußgeld von 25.000,-€ betragen – das ist ein Griff in die Portokasse.
Ländervergleich
Norwegen verfügt seit November 2008 über eine 40% Quote und ist mit 41% Frauen in den höchsten Entscheidungsgremien bemerkenswert. Schweden und Finnland haben eine Frauen -Quote von 27% bzw. 20%. In den vielen osteuropäischen Ländern, wie Litauen, Slowenien oder Lettland ist der Frauenanteil in Führungspositionen deutlich höher als in Deutschland. |
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